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Ostergrüße

Liebe Eltern,

in einem ungewöhnlichen Jahr war heute der letzte Schultag vor den Osterferien. Auch wenn sich sicherlich alle Schülerinnen und Schüler – ebenso wie die Lehrkräfte – über die Ferien freuen, so sind sie doch ebenfalls ein Anzeichen dafür, wie viel Zeit mittlerweile vergangen ist, ohne dass unsere siebten, achten, neunten und zehnten Klassen wieder Unterricht in der Schule gehabt hätten.
Zwar läuft der Distanzunterricht reibungslos und stellt für alle sicherlich eine Struktur im Alltag dar, doch kann er den Präsenzunterricht im Klassenraum nicht ersetzen. Und so blicken auch wir als Schulleitung gespannt nach Stuttgart und warten auf die Entscheidungen aus dem Kultusministerium, wie es nach den Ferien weitergehen soll. Da momentan ein Anstieg der Inzidenzen festgestellt werden muss, haben wir unseren fünften und sechsten Klassen prophylaktisch die schuleigenen Endgeräte mit Zubehör ausgeteilt, die in der Zwischenzeit gewartet worden sind. Auf diese Weise sind wir auf einen möglichen Fern- oder Wechselunterricht vorbereitet – wobei vor allem ein womöglich angeordneter Wechselunterricht uns als Schulgemeinschaft vor große (nicht nur organisatorische) Herausforderungen stellen wird. Die Idee von Wechselunterricht als perfekte Balance zwischen qualitativ ambitioniertem Unterricht und Pandemiegeschehen mag verlocken, ist jedoch ein Trugschluss: Denn mit Wechselunterricht werden zwangsläufig Qualitätseinbußen bezüglich des gemeinsamen Fernunterrichts einhergehen. Diese offensichtliche Tatsache wird jedoch nie thematisiert – ein Umstand, der uns nachdenklich stimmt. Und so bleibt nur zu hoffen, dass die Entscheidungsträger die Regelungen verantwortungsbewusst und im Sinne der Kinder und Schulen beschließen.
Hilfreich für den Präsenzunterricht wird sicherlich eine Teststrategie sein, die auch für Schulen angedacht ist. In den letzten zwei Wochen konnten wir mithilfe des Teams von Dr. Witt auf freiwilliger Basis einmal wöchentlich Testungen für alle Jugendlichen in Präsenz anbieten. Zwei Drittel der Schülerschaft haben das Angebot angenommen, worüber wir uns sehr gefreut haben – zeugt dies doch von hohem Verantwortungsbewusstsein und einem persönlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie und Sicherstellen eines unbedenklichen Präsenzunterrichts. In den letzten zwei Schultagen vor den Ferien konnten leider keine Testungen durchgeführt werden, da wir keine weitere Lieferung von Test-Kits durch die Stadt Weinheim bekommen haben.
Immerhin eine wesentliche Tatsache des Schullebens scheint sicher: Am 4. Mai starten in Baden-Württemberg die Abiturprüfungen. So werden diese Osterferien für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherlich vor allem zum individuellen Lernen genutzt. Trotz der besonderen Umstände dieses Schuljahres sind unsere Schülerinnen und Schüler dank funktionierendem Distanzunterricht und anschließender Präsenzphase perfekt auf das Abitur vorbereitet. Die drei Wochen nach den Ferien werden die Jugendlichen in ihren Abiturkursen durch Repetitorien weiterhin gezielt für die Prüfungen geschult werden – im Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht.
Ganz gleich, was nach den Ferien auf uns zukommen wird – wir sind uns sicher, dass wir als Schulgemeinschaft die Herausforderungen dieses Schuljahres weiterhin gemeinsam meistern!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern sowie eine sonnige und erholsame Zeit mit Ihrer Familie!
Ihr Uwe Rahn