Gemeinschaftskunde
„Wir brauchen Menschen, die handeln, statt sich behandeln zu lassen, die sich in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen und die der Demokratie dienen, anstatt sich bedienen zu lassen.” (Johannes Rau, Bundespräsident a. D.)
Viele Studien haben gezeigt: Jugendliche sind in der Tat eher politiker- als politikverdrossen, sie sind aber keineswegs unpolitisch.
Sie zeigen in hohem Maß Interesse an gesellschaftlichen Problemen und damit also an originär politischen Themenfeldern, die sie betreffen oder sogar betroffen machen.
Politisches Interesse und Engagement zu fördern ist daher eine zentrale Aufgabe des Gemeinschaftskundeunterrichts.
Allerdings werden Jugendliche von der ,,großen Politik" auch abgeschreckt, sie erleben Ohnmacht, sie sind der Auffassung, dass sie als Individuum politisch nichts bewegen können. Bei Schülerinnen und Schülern die Einsicht zu wecken, dass Partizipation Sinn hat, ist eine wichtige Aufgabe des Fachunterrichts.
Gemeinschaftskunde soll handfestes Fachwissen vermitteln, soziale und kommunikative Kompetenzen schulen. Die Jugendlichen werden vor die Aufgabe gestellt, politische Kontroversen und Prozesse adäquat zu analysieren und daraus resultierend fundierte Urteile fällen zu können.
Unser Ziel ist es, Politik in produktivem und simulativem Handeln und in Realbegegnungen erlebbar, erfahrbar und erprobbar zu machen.
