Forschung am PGW
Jeden Morgen finden sich unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern hoch motiviert im Klassenzimmer ein. Begeistert widmen sie sich dem Erschließen komplexer Sachverhalte, rezitieren fröhlich Stammformen, schreiben muntere Aufsätze, absolvieren souverän Klassenarbeiten und eilen anschließend um 16 Uhr erfüllt nach Hause, voller Vorfreude auf den nächsten Schultag.
Kaum vorstellbar? Sie haben recht, im Kontext Schule agieren Kinder, Lehrer und Eltern, keine Maschinen. Jeder noch so begeisterte Schüler, jeder noch so engagierte Pädagoge, alle wohlmeinenden Mütter und Väter stoßen hin und wieder an die Grenzen ihres Rollenverständnisses.
Falsch verstandener Perfektionismus? Sicherlich eine Ursache für ein häufig auftretendes Phänomen: An den weiterführenden Schulen verringert sich bei den Schülerinnen und Schülern – und damit verbunden durchaus auch bei Lehrern – häufig die Motivation und damit die Bereitschaft, die individuellen Kompetenzen voll auszuschöpfen.
Dieser Problematik nimmt sich der Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie in Mannheim an. Zusammen mit der Universität Augsburg betreuen die Wissenschaftler eine Studie, in deren Verlauf das Lernverhalten und die Kompetenzentwicklung der fünften Klassen untersucht werden sollen. Dazu werden drei Erhebungen während des laufenden Schuljahres durchgeführt.
Das Privatgymnasium Weinheim verspricht sich mit der Teilnahme an diesem Forschungsprojekt eine weitere Evaluationsmöglichkeit seiner pädagogischen Arbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl einer kontinuierlichen Kompetenzerfassung als auch der Motivationsförderung unserer Schülerinnen und Schüler.
Über das Ergebnis der Studie werden wir gegen Ende des Schuljahres informieren.
